Thrineli

Ehemaliges Gasthaus “Mohren” (2022)

Über Hermanns Liebesleben ist wenig bekannt; er stirbt als unverheirateter Mann und hinterlässt seinen Eltern sein gesamtes Vermögen. Über eine Frau in seinem Erwachsenenleben ist nichts bekannt. Was aber in seinem schriftlichen Nachlass dominiert, ist Hermanns Begegnung als Siebzehnjähriger mit der jungen Schweizerin Thrineli während seiner Reise nach Mailand 1853. Während seines Aufenthaltes im Gasthaus „Mohren“ im schweizerischen Reiden findet ein Schützenfest statt, zu der Hermann vom Wirt herzlich eingeladen wird.

Nach dem Essen gibt es Gelegenheit zum Tanzen und dann trifft er auf Thrineli. Nachdem Hermann und Thrineli den größten Teil der Nacht in Anwesenheit des anderen auf der Party verbracht haben, kommt der traurige Moment, in dem Hermann sich emotional von ihr verabschiedet. All dies drückt Hermann selbst in zwei Gedichten aus, die er im August 1854 in seinem Büchlein „Eine Reise durch die Schweiz nach Mailand“ veröffentlichte. Die Gedichte “Das Schwizer Schützenfest” und “Sehnsucht nach Thrineli” zeichnen ein melancholisches Bild von Hermanns Sehnsucht nach seiner Jugendliebe Thrineli.